miércoles, 9 de octubre de 2024

Das dunkle Ende des Laufstegs


Das dunkle Ende des Laufstegs. Übersetzung: Kirsten Brandt. 
Im Barcelona der 1980er Jahre lässt eine obskure Clique alter Männer ein Model verschwinden und versucht den Mord einem Damenfrisör anzuhängen. 

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Das dunkle Ende des Laufstegs

Der beginnt zu ermitteln und entdeckt eine weitverzweigte Verschwörung von Unternehmern, die die wirtschaftliche Öffnung des Landes verhindern wollen, um ihre zwielichtigen Geschäfte zu schützen. Offenbar wusste die junge Frau zu viel. Mit viel Humor führt uns Eduardo Mendoza durch einen temporeichen Krimi der anderen Art. 

Den Fall löst der verrückte Detektiv erst zwanzig Jahre später auf. Eduardo Mendoza ist als Meister der spannenden Komödie in seinem Element – ein literarischer Coup und in Spanien ein Bestseller.


Original:


El secreto de la modelo extraviada.

El secreto de la modelo extraviada

El detective loco que protagonizó
El misterio de la cripta embrujada,
El laberinto de las aceitunas y recientemente
El enredo de la bolsa y la vida
recuerda un caso aparentemente cerrado de los ochenta y no ceja en su empeño de resolverlo más de veinte años después.

El detective más divertido de la narrativa española nos cuenta aquí su doble aventura:

«Para el que ha pasado buena parte de su vida encerrado en un manicomio, aunque sea injustamente, como es mi caso, una reacción absurda no tiene nada de particular, aunque eso suponga meterse en líos. La cuestión es que un incidente trivial me trajo recuerdos y viajé al pasado (con la memoria, ya he dicho que no estoy loco).

Años atrás me vi envuelto en un asunto feo. 
Habían asesinado a una modelo y me culpaban a mí. 
Por supuesto, sin razón: una modelo no haría caso a un tipo como yo ni asesinándola.

Simplemente, había un oscuro enredo, estaba metida gente importante y pensaron que yo podía servir de cabeza de turco o de conejillo de indias, o como sea que se llame el desgraciado que paga los platos rotos. 

Para salvar el pellejo tuve que recurrir a mi ingenio y a métodos poco convencionales y pedir ayuda a personas de mi círculo, no siempre recomendables. 

No sé si salí bien parado del intento, pero salí. Ahora todo aquello ya es agua pasada. Sin embargo, un impulso me ha hecho volver sobre mis pasos, recorrer los antiguos escenarios, buscar a las personas que fueron protagonistas de aquel oscuro caso, y resolverlo por fin. Pero las cosas han cambiado. 

No sólo las personas y la forma de vivir, sino sobre todo la ciudad. En aquella época, Barcelona era una cochambre. Hoy es la ciudad más visitada y admirada. ¡Quién nos lo iba a decir! La Barcelona del presente no tiene nada que ver con la Barcelona del pasado. ¿O sí?»

Barcelona, Eine Stadt erfindet die Moderne


Barcelona, Eine Stadt erfindet die Moderne. Wie kaum eine andere europäische Metropole hat Barcelona in den letzten Jahrzehnten den Stadtreisenden angezogen, den Flaneur mit wachem Blick, den die Stadt als ein lebendiges Ganzes interessiert – wo der architektonische Reichtum nur ein Ausdruck des pulsierenden Drangs ist, in der Gegenwart zu leben. Barcelonas ungebrochene Vitalität, die das Alte kontinuierlich in ein Lebensgefühl für das Neue einbettet, ist am stärksten in den Zeugnissen aus der Epoche des katalanischen Modernisme zu finden, in der die Stadt regelrecht explodiert ist.

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Barcelona, Eine Stadt erfindet die Moderne

Zwischen der Weltausstellung von 1888 und dem Ersten Weltkrieg erlebte die »unspanischste Stadt Spaniens« abseits der politischen Turbulenzen einen ungeheuren ökonomischen Aufschwung. Intellektuelle Widerspenstigkeit und erstarktes bürgerliches Selbstbewußtsein, Innovationen in den Künsten, radikale Änderungen im Verhaltenskodex, krasse soziale Ungleichheiten – Barcelona erfuhr den Umbruch zur Moderne früher und bewußter als manch andere europäische Großstadt. Wie diese Stadt mit der alles umfassenden Strömung des Modernisme, der stilistisch starke Parallelen zum Jugendstil hat, sich selbst »ein Bild« gab, um dieser neuen Zeit zu entsprechen, das erzählen und zeigen Cristina und Eduardo Mendoza anschaulich. Darüber hinaus ist ihr reichillustriertes Buch eine Kulturgeschichte dieser europäischen Metropole im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Niemand im Damensalon

Niemand im Damensalon


Aus dem Spanischen (La aventura del tocador de señoras) von
Peter Schwaar.

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Da steht er vor dem Gitter der ehrwürdigen Irrenanstalt, die der Bauspekulation weichen soll, und ist frei. Vogelfrei. Das Leben hat ihn nicht übermäßig begütert, einen vorweisbaren Namen hatte ihm schon die Mutter nicht vermacht, und Papiere, Habseligkeiten, Pläne hat er keine. So marschiert er zu Fuß ins postolympische Barcelona, ein Niemand. Gut, dass seine Schwester Cándida, eine Zierde ihres Geschlechts und Namens, erstes Obdach und einen Schwager offerieren kann, der als philosophierender Friseur nur allzu froh ist, ihm seinen Damensalon zu überlassen. Tage und Jahre der stillen Einkehr. Da betreten eines Tages zwei wohlgerundete Beine seine Arbeitsstätte, und die sorgsam gehegte Flaute hat ein Ende. Die junge Dame schlägt ihm ein Geschäft vor, soviel wird ihm rasch klar, aber die Leiche, die noch in derselben Nacht anfällt, war nicht vorgesehen....

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2003

Eines zeigt dieser Roman eindrucksvoll - und es handelt sich dabei, meint jedenfalls der Rezensent Florian Borchmeyer, durchaus um eine neue Erkenntnis - Katalonien ist das "Mutterland der Vetternwirtschaft". Dieser Krimi demonstriert es an seinem zunächst als irre deklarierten, dann kurz als Damenfriseur Karriere machenden und zuletzt in wüste Verstrickungen im Innersten der katalonischen Korruption geratenen Helden namens Niemand. Der wird, nolens volens, zum Detektiv, wühlt sich durch Leichenberge und trägt den Sieg gegen die ganze Bande davon. Der Humor des Buches, man ahnt es schon bei der Zusammenfassung, ist "teils hintergründig, teils skurril und karikaturesk überzogen". Und der Rezensent scheint seinen Spaß gehabt zu haben.

https://www.perlentaucher.de/buch/eduardo-mendoza/niemand-im-damensalon.html#reviews

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.08.2002

Besser geht's nicht: Man kann die Begeisterung förmlich spüren, mit der Albrecht Buschmann Eduardo Mendozas "köstlich schräges Barcelona-Portrait" gelesen hat. Ein namenloser Irrer ermittelt unfreiwillig in Sachen Mord in einer irren Stadt, aus diesen Ingredienzien entwickelt Mendoza ein laut Buschmann höchst delikates Menü, spannend und ganz nebenbei gesellschaftskritisch, etwa wenn es die Handlung in das Milieu der Politiker und Spitzenmanager verschlägt: "Ein jeder erpresst und unterschlägt, dass es eine Art hat, und mittendrin unser Irrer, der seine Unschuld beweisen will." Was dieses Buch aber wirklich ausmache, sei die Sprache, konstatiert Buschmann, und die sei etwas für Genießer, "in barocker Pracht strömen die Satzkaskaden, verlieren sich in aberwitzigen Verschränkungen, ein Witz nach dem anderen perlt über die Seiten". Buschmann lobt die "brillant" gelungene Übersetzung, die den Sprachwitz Mendozas unbeschadet ins Deutsche hinüberrettet. Buschmann sieht in Mendoza in einer Linie mit Lazarillo und den Vertretern des spanischen Schelmenromans, eine ehrwürdige Ahnenlinie, und so erfahre Mendozas "rasanter Irrwitz" noch die das Ganze krönende Portion "poetische Tiefe".


La aventura del tocador de señoras.

La aventura del tocador de señoras retoma las enloquecidas aventuras del innombrado protagonista de El misterio de la cripta embrujada y
El laberinto de las aceitunas, convertido esta vez en peluquero ocasional, buscavidas incondicional y víctima de un engaño que le obliga a investigar un asesinato para salvar su propio pellejo.

Algo más entrado en años, pero igual de estrambótico, nuestro héroe abandona definitivamente el manicomio en el que lleva décadas confinado, con la idea de encauzar su vida. No se espera de él que resuelva enigma alguno, pero su destino le llevará a hacerlo. Tampoco la ciudad que le aguarda es la Barcelona cambiante de la transición o la todavía en ebullición de comienzos de los años ochenta: nos encontramos en la resaca postolímpica, en un mundo que se ha vuelto a la vez más turbio y más complejo, pero cuyas leyes permanecen tan inescrutables para el improvisado sabueso como las de antaño. Sin más recursos que los que le brinda un instinto que sin él saberlo es el propio del pícaro, ha de encararse a una malla de lianas invisibles, aunque mortíferas, que tejen un entramado de crimen y corrupción.

La aventura del tocador de señoras es una narración delirantemente divertida, marcada por el contraste entre el carácter hilarante de cada peripecia o detalle expresivo y la dureza del retablo social que dibuja el conjunto. Tras un prolongado silencio, Eduardo Mendoza regresa a la novela para alcanzar una de sus cimas narrativas.